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Dinge wie Toiletten mit Wasserspülung und elektrisches Licht und Pickup-Trucks hatten alle etwas Exotisches an sich. Aber genau wie auf Eldh wußte er, daß er sich daran gewöhnen würde. Er brauchte nur etwas Zeit. Im Gegensatz zu dem neugierigen Barden fragte in Castle City niemand Travis nach seiner Geschichte – wo er denn mehr als zwei Monate gesteckt hatte und warum er zurückgekommen war. Aber die Menschen in Castle City stellten niemals viele Fragen. Es spielte eigentlich keine Rolle, wo man gewesen war, sondern nur, daß man da war. Von ihnen allen wollte Jacine Windom noch am ehesten Informationen haben, aber die Fragen der uniformierten Polizistin waren zwar so scharf wie die Bügelfalten ihrer khakifarbenen Hosen gewesen, bewegten sich aber nur in eine ganz bestimmte Richtung. »Waren Sie in der Nacht des Feuers im Magician’s Attic?« fragte Deputy Windom eines Nachmittags im Saloon. Sie saß kerzengerade auf einem Barhocker, Notizblock und Bleistift in der Hand. »Das war ich«, antwortete Travis. »Wissen Sie, was das Feuer verursacht hat?« »Jack kämpfte mit einem Eindringling. Ich war draußen – Jack hatte mir befohlen, den Antiquitätenladen zu verlassen. Als ich mich umdrehte, stand alles in Flammen.« »Konnten Sie den Eindringling genau sehen, bevor Sie flohen?« »Nein. Das konnte ich nicht.« Das hatte er erst später, als sie ihm von Angesicht zu Angesicht gegenüberstanden. Im Weißen Turm der Runenbinder hatte er in fremdartige Augen geblickt und den Tod gesehen. Aber das sagte er Jace nicht. Travis wartete auf die nächsten Fragen, aber Jace klappte ihren Block zu und stand vom Hocker auf. »Ich glaube, das reicht, Travis. Ich rufe Sie an, wenn Sheriff Dominguez noch etwas wissen will.« Deputy Windom ging in Richtung Tür. »Hat man ihn gefunden?« Travis schaute auf und erwiderte den Blick aus Jaces braunen Augen. »Hat man Jack gefunden?« Sie preßte die Lippen aufeinander, dann nickte sie steif. »Auf dem Friedhof hat man einen Stein für ihn errichtet.« »Ich werde ihn besuchen, Jace. Danke.« Deputy Windom ging zur Tür, aber nicht, bevor sie sich noch nach Max umsah. Der Blick, den die beiden austauschten, verriet Travis, daß er in einer Sache recht behalten hatte: Jacine hatte ihren Hengst eingefangen. Max trug jetzt Jeans, Wranglers. Aber vielleicht war es ja gar nicht schlimm, sich für einen anderen Menschen zu verändern. Manchmal glaubte Travis, eine solche Möglichkeit zu begrüßen, obwohl er nicht die geringste Vorstellung davon hatte, was er werden wollte oder für wen er sich ändern sollte. Aber spielte das überhaupt eine Rolle? Vielleicht war es ja einfach nur die Veränderung an sich, die wichtig war. Nach seiner Unterhaltung mit Jace waren die Tage wieder einfacher geworden. Travis’ Hütte außerhalb der Stadt war an jemand anderen vermietet worden, also hatte er die leeren Räume oberhalb des Mine Shaft in Beschlag genommen. Das alte Apartment war schmal und zugig, und die Küche bestand aus einer Kochplatte und einem Spülbecken, aber das würde erst einmal reichen. Travis brauchte nun weniger als früher; er hatte sich daran gewöhnt, nur mit leichtem Gepäck zu reisen. Max hatte Travis’ verbeulten grünen Pickup hinter dem Saloon geparkt, und eines Tages hatte Travis den Mut gefunden und versucht, den Wagen zu starten. Er hatte den Schlüssel im Zündschloß gedreht und gelacht, als der Motor mit einem Dröhnen ansprang. Danach hatte er sich im Alltag des Mine Shaft verloren. Moira Larsons Buchklub traf sich jede Woche im Saloon – steife Romane über Klassenunterdrückung waren dem scharfen und lebendigen Humor Evelyn Waughs gewichen. Die Cowboys der Dude Ranch hatten sich von Single Malt Scotch zu Martinis weiterentwickelt. Und Molly Nakamura brachte Gästen noch immer geduldig bei, wie man Papier zu Origami-Tieren wie Chamäleons und Affen faltete, und sie streichelte noch immer zärtlich über die Mutanten, die sie zustande brachten.

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